San Juan del Sur – Buckelwale an der Pazifikküste

Zwei Feiertage gibt es im September in Nicaragua, darunter der Tag der Unabhängigkeit am 15.September. Diese Tage wollte ich gleich nutzen, um der Großstadthektik zu entkommen. San Juan del Sur, eine der größten Surf- und Touristendestinationen Nicaraguas ist, gerade während der Feiertage, nicht unbedingt das entspannendste Ausflugsziel. Wenn man jedoch Party und Meer erleben möchte, dann ist man hier genau richtig. Mein Ziel für dieses Wochenende war es Wale zu sehen – ERFOLGREICH! und nebenbei unter Menschen abseits der Arbeit zu kommen.

buckelwal

Ich habe vorab ein Bett im Casa Oro Eco Hostel reserviert. Ich empfehle kein Bett im Erdgeschoss, wo viele Menschen ein und aus gehen, und dafür 3 US-Dollar mehr, insgesamt 13$ pro Nacht für ein Mehrbettzimmer im ersten oder zweiten Stock zu zahlen. Ein kleines Frühstück ist inkludiert. Überall sind Hängematten, und es gibt zweimal täglich gratis Yogastunden. Das Hostel ist sehr liebevoll eingerichtet, das Personal jedoch eher auf Massenabfertigung ausgerichtet.

 

 

Es werden Touren und Shuttles zu verschiedenen Stränden angeboten. Es gibt um einen Bruchteil des Preises aber auch regelmäßig Busse die vom Markt von San Juan del Sur abfahren. Im Hostel steht ein Wasserspender für alle, Sitzecken gestalten ein gemütliches Flair und eine Bar und ein Restaurant mit vergleichsweise überteuerten Preisen runden das Angebot ab. Das Thai-Kokoscurry mit Shrimps um 10$ hat jedoch ausgezeichnet geschmeckt. Gleich gegenüber gibt es ein kleines Nica-Thai Lokal mit etwas billigeren veganen Speisen, mit thailändischem Essen hatte mein Salat jedoch nicht sehr viel zu tun. Der Service ist ausgezeichnet und das Personal ganz besonders freundlich.

IMG_4650
Der Hausstrand von San Juan del Sur

Vom Huembes Markt gibt es von ab 5 Uhr in der früh stündlich einen Bus nach Rivas, einem der zentralen Busterminals im gleichnamigen Verwaltungsbezirk.

Von dort gibt es regelmäßig Buse nach San Juan del Sur. Ich habe mich jedoch dazu entschieden, den direkten Express Bus um 15:30 um weniger als 3 Dollar zu nehmen. Eigentlich war die Abfahrt erst für 16 Uhr geplant, aber in weiser Voraussicht war ich schon eine Stunde früher dort. Wenn man einen Sitzplatz möchte, ist das generell zu empfehlen. Trotz „express“ hat die Fahrt für die 130km insgesamt 4 Stunden gedauert. Wie lang hätte es wohl im Chicken Bus gedauert?!

 

Vorab habe ich über die Organización Nicaragüense Ambiental meinen Platz in der Tour „Sichtung von Walen, Delphinen und Schildkröten“ gesichert. Die nicaraguanische Umweltorganisation arbeitet mit lokalen Initativen von San Juan del Sur zusammen, um nachhaltige Tourismusangebote zu entwickeln, die nicht den Ökosystemen schaden. Das Highlight meines Kurzurlaubes! Wir haben einige Buckelwal-Familien gesehen, und ich glaube wir hatten ziemlich Glück. Auch wenn die Buckelwale dank weltweiter Bemühungen zunehmend nicht mehr vom Aussterben bedroht sind. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, solch majestätische Wesen von der Nähe bestaunen zu dürfen. Dennoch hätte ich mir ein Teleobjektiv gewüscht, denn mit meiner Festbrennweite konnte ich zumindest die Wale nicht akkurat festhalten. Die Fotos von den Schwanzflossen wurden mit einem 75-300mm Canon-Teleobjektiv von Jefry Munguia geschossen.

Der Eintagesausflug inkludierte um 42 US-Dollar den Transport von und nach Managua, einen Stopp am Playa Blanca und der Christusstatue am Hügel von San Juan del Sur.

Ich bin erst in San Juan dazugestossen und dann aber einen Tag früher als geplant zurück in die Hauptstadt. Meinen ruhigen Sonntag in meinem Garten wollte ich mir einfach nicht entgehen lassen… Und ich wollte zugegebenermaßen dem berühmt-berüchtigten Trinkgelage des Sunday-Funday entkommen. Eine Veranstaltung die unter Backpackern in Zentralamerika sehr bekannt ist.

Die Spaziergänge in San Juan, gutes Essen und tanzen unter den Sternen am Strand haben meine zwei Tage dort abgerundet. Ich habe nette Menschen aus El Salvador und Nicaragua kennengelernt, die ich auch schon in Managua wiedergetroffen habe.

grupo

Insgesamt gibt es einiges an Angebot in dem Fischerdorf, das vor allem vom Tourismus lebt. Mein Lieblingslokal im Dorf war das Simon Says. Eine entzückende Bar die Smoothies, Gegrilltes, Frühstück und Cocktails anbietet – voller Wandmalereien und einem kleinen idyllischem Innengarten. Insgesamt hat sich die kleine Reise jedenfalls ausgezahlt – aber für etwas mehr Ruhe werde ich nächstes Mal doch einen weniger touristischen Ort besuchen.

 

 

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s